Meine Hündin ist seit zwei Jahren bei uns. Sie kommt ursprünglich aus Rumänien und war dann in Deutschland auf einer tollen Pflegestelle. Sie war eine absolute Angsthündin. Es ging so gut wie gar nichts. Mit viel Liebe und Geduld haben wir schon viel erreicht, aber: es gibt eine Sache, die ich bestimmt besser händeln könnte. Spaziergänge. Wenn wir durch Wälder gehen, kein Problem. Felder in der Regel auch. Es gibt aber Stellen, an denen Stracciatella einfach nicht weitergeht. Es sind immer die gleichen. Bei manchen weiß ich woran es liegt, bei anderen nicht. Es geht von sich verengenden Wegen über Strommasten aus Holz auf Feldwegen, bis hin zu Orten, an denen ganz am Anfang als sie bei uns war Kinder gewesen sind. Sie setzt sich dann hin und möchte umdrehen. Ich weiß, dass sie da bis zum nächsten Tag sitzen bleiben würde, wenn ich sie nicht 20-50 Meter tragen würde…danach geht es meist besser. Die „Gefahr“ scheint dann nicht mehr so schlimm zu sein. Hier ein aktuelles Beispiel von heute, vorher Feld und weite Sicht, alles gut. Dann kam diese Siedlung und sie hat sich hingesetzt und keinen Meter mehr in Richtung der Häuser bewegt…habt ihr Ideen, wie ich sie dazu bringen kann mitzugehen? Vielen Dank für eure Antworten, liebe Grüße, Manu
Hallo Manu Diese "Barrieren" könnt ihr nur nach und nach, gemeinsam erobern. Dafür sind ständige Wiederholungen mit kleinen Schritten und mit viel Geduld erforderlich. Ich kenne mit meinem Troll dieses Problem selbst. Nur über immer wieder gute, bzw unspektakuläre Erfahrungen mit diesen Situationen, lernt der Hund diese neu einzuschätzen und mögliche schlechte Erfahrungen zu überschreiben. Dem Hund in solchen Situationen Aufmerksamkeit zu schenken, halte ich für den falschen Ansatz. Besser ist es in diese Situation voll entschlossen zu gehen und dabei selbst völlig ruhig zu bleiben. Nur der Gedanke, "es könnte gleich schwierig werden ", ist bei diesem Training kontraproduktiv. Wenn es schwierig wird weiter zu gehen, dort verbleiben und den Hund weiterhin ignorieren, bis man irgendwann die Situation wieder völlig entspannt und ohne Aufmerksamkeit für den Hund verlässt. Der Idealfall ist es, man verlässt die Situation wenn der Hund sich selbst beruhigt hat. Ich konnte bei meinem Hund damit nicht erreichen das er keine Situation mehr als gruselig empfindet. Er hat aber verinnerlicht, das er jede Situation mit mir gemeinsam unbeschadet übersteht und macht nun in keiner Situation mehr komplett zu. Viel Erfolg wünsche ich euch. LG Micha
Hallo Manuela, ich kann Dich sehr gut verstehen! Meine Hündin aus dem Tierschutz (2 Jahre alt) hat große Angst vor der Bahn. Wir wohnen zwar auf dem Land aber in der Nähe von der Bahn, daher ist das ziemlich belastend. Es war aber nicht immer so. Ganz am Anfang hatte sie große Angst vor der Strecke, dann wurde es besser aber mit jeder Läufigkeit wurde es wieder schlimmer. Mittlerweile kann ich an der Strecke gar nicht Gassi gehen, da sie panisch wird und die ganze Zeit extrem an der Leine zieht. Das ist weder für sie, noch für mich gesund 😕 Da wir aber draußen noch andere „Baustellen“ haben, fahre ich lieber in den Wald oder irgendwo, wo sie sich wohler fühlt. Ich versuche momentan an unserer Beziehung arbeiten, damit sie sich draußen an mir orientiert. Ich hoffe, dass du bald aus dem Teufelskreis rauskommst. Viele Grüße aus Pfaffenhofen a.d. Ilm Sylwia & Jemma
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