Hallo liebe Community, wir haben seid 10 Monaten einen ca 2 1/2 Jahre alten kastrierten Mischlingsrüden aus Rumänien. Wir haben mit ihm schon viel erreicht, was sein Verhalten angeht - das glauben wir zumindest - aber ab und an bin ich mir noch extrem unsicher was sein Verhalten zu bedeuten hat. Zum Beispiel frage ich mich, ob es von ihm aus eine Art Komtrollverhalten ist wenn zB mein Mann ins Schlafzimmer geht weil er sich nochmal für eine Stunde hinlegen möchte. Dann wird der Hund total unruhig und fiebt. Er schaut immer wieder in die Richting des Zimmers und manchmal setzt er sich dann davor. Ich muss dazu sagen , dass er das bei mir genauso macht. Seine 1. Bezugsperson bin eher ich, als mein Mann. Man merkt dass es ihm am besten geht wenn wir zu 3. sind und sozusagen keiner aus dem Rudel fehlt. Aber wie kann ich ihm sagen dass es nicht seine Aufgabe ist, zu Hause den Kontrolleur zu spielen? Deckentraining machen wir sehr viel und das klappt sehr gut. Aber in so einer Situation wie beschrieben….kommt er nicht zur Ruhe. Für eine Einschätzung und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
Hallo Sabrina Wenn du den Eindruck hast, viel erreicht zu haben, nicht zweifeln sondern feiern😉. 10 Monate ist keine lange Zeit, mit einem Tierschutzhund und jeder Erfolg ein Gewinn. Sein Verhalten ist sicherlich eine Art Unsicherheit. Ob nun Kontrolle oder Verlassensangst ist dabei erstmal egal. Er darf noch Unsicherheiten zeigen, nachdem er zwei Drittel seines Lebens und in seine Prägungsphase lang, eigene Erfahrungen gemacht hat, die er jetzt erstmal umdenken muss. Das Deckentraining hat am Ende zum Ziel, das ihr ihn in solchen Situationen ablegen könnt und er auf dieser Insel absolut zur Ruhe kommt. Wenn euch genau das wichtig ist, müsst ihr das kleinschrittig weiter trainieren und die Reize, die Insel zu verlassen, langsam steigern, bis er sie aushält und wirklich liegen bleibt und entspannt. Bei euch wird sein Thema wohl eher sein, euch aus den Augen zu verlieren, als der Türklingel oder einem Spielzeug zu wiedersehen. Dahin müsst ihr das Deckentraining dann langsam, geduldig aber konsequent führen. Der Kurs hier zeigt super wie es richtig geht. Vielleicht nochmal überdenken ob seine Insel am richtigen Platz steht und er sich dort gut fühlt. Distanz und Nähe ist zusätzlich ein Kapitel was euch weiterhelfen wird. LG Micha
Hallo Sabrina, dem Beitrag von Micha schließen wir uns mal wieder gerne an. Hinzuzufügen wäre noch, dass ihr euch langsam einmal an das Thema "Alleine bleiben" herantasten solltet. Es hört sich bei eurem Hund so an, als könne er bereits mit der Abwesenheit eines Familienmitgliedes nicht umgehen, ob es sich um ein Kontrollverhalten handelt, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen, das kann aber gut sein. Gib oben rechts in der Lupe gerne einmal das Stichwort "Alleine"ein, dort findest du weitere hilfreiche Beiträge und Videos zu diesem Thema. Auch der Kurs "Bindung und Beziehung" kann hilfreich für euch sein. Dass das Deckentraining bereits gut klappt, ist schon einmal ein guter Schritt, also weiter so! Liebe Grüße Dein Team der Doguniversity
vielen Dank für die Rückmeldung. Ja, das Thema Alleine bleiben steht bei uns ganz oben auf unserer To do Liste.
Hallo Micha, herzlichen Dank für deine aufbauenden Worte. Ich muss mir wirklich öfter sagen, wieviel wir schon mit ihm geschafft haben. Lustig, dass du das mit der Türklingel ansprichst. Da läuft er schon von sich aus auf die „Decke“ , bellt aber noch ;-) und ja, was die Unsicherheit angeht, hast du recht. Er ist uns auch als solcher von der Pflegefamilie beschrieben worden.LG Sabrina
Schreibe eine Antwort...