Hallo, wir hatten gerade jus im Moment ein Thema, das wir so bisher noch nie hatten. Unser Piet ist jetzt ca 19/20 Monate alt (vermutlich in dieser sog. „Zweiten Pubertät“ oder?) und wir hatten bis dato wirklich nie Probleme mit dem alleinbleiben. Wir haben damals recht kleinschrittig aufgebaut und Piet war super easy und entspannt darin, dann auch zügig mal länger allein zu bleiben. Gerade war ich schon über ne Stunde mit ihm draußen, weil ich wusste, dasswir ihn gleich ein bisschen allein lassen müssen. Als wir raus sind, hörte ich jaulen, kratzen an der Tür etc. Ich bin dann nochmal zurück, ha ihn ruhig auf die Decke gebracht und es ein zweites Mal probiert, aber gleiches Thema wieder. Wir waren nun irgendwie unsicher, was wir in diesem Moment optimalerweise tun sollten und da wir leider etwas zeitlichen Druck aufgrund eines Termins hatten, haben wir uns jetzt kurzerhand entschieden, ihn mitzunehmen. Wir wollten halt auf keinen Fall eine Trennungsangst o.ä. Fördern, aber vllt haben wir das dadurch jetzt erstrecht? Ich wäre hier sehr dankbar über Tipps, wie wir da gut mit ihm durchkommen. Vielleicht noch ergänzend: er mach keine Anzeichen, dass es ihm schlecht gehen könnte o.ä. (Durchfall oder sonstwas). was er seit ein zwei Wochen auch „neu“ macht, ist nach dem Spaziergang bellend sein Futter einzufordern und im Dunkeln ist er seit kurzem auch irgendwie viel ängstlicher/aufpasserischer. Habe ich auch auf die zweite Pubertät geschoben… passt irgendwie alles zusammen oder? Viele Grüße und danke für eure Hilfe! :-)
Hallo Pia, ja das hört sich sehr nach der 2. Pubertät an und jetzt heißt es, konsequent mit dem Training und der Erziehung am Ball zu bleiben. Deinen Beschreibungen nach kann es zusätzlich sein, dass ihr in der letzten Zeit die "Zügel etwas habt schleifen lassen", denn dazu neigen wir Hundehalter oft, wenn im Alltag alles ganz gut läuft. Dann schleichen sich solche Dinge wie Futter laut einfordern etc. gerne mal ein. Also am Besten noch einmal das häusliche Management prüfen (siehe Kurs "Bindung und Beziehung") und auch der Kurs zum Thema Frustrationstoleranz könnte interessant für euch sein. Die "größere Baustelle", das Alleine bleiben ist aus der Ferne leider nicht ganz einfach zu beurteilen, denn man müsste erst einmal den Grund für das Bellen und Jaulen herausfinden. Bellt Piet deshalb, weil er Angst hat, von euch verlassen zu werden und nicht alleine bleiben kann oder macht er sich Sorgen, dass seinen "Kindern" ohne ihn etwas passieren könnte? In beiden Fällen müsst ihr allerdings das Alleine bleiben noch einmal neu aufbauen. Das größte Problem hierbei ist, dass Piet in nächster Zeit nacht mehr alleine bleiben sonst, sonst fangt ihr jedesmal wieder bei "0" an und macht eure Erfolge zunichte. Es kann gut sein, dass sich das Problem wieder legt, wenn ihr Piet wieder mehr Grenzen und Regeln aufzeigt und wieder mehr die Führung übernehmt. Wenn Piet also wieder bellend das Futter einfordert, gibt es erstmal gar nichts - bis er sich wirklich beruhigt hat und entspannt auf seiner Decke liegt. Ja Pia, du hast recht. Das ganze Verhalten von Piet passt tatsächlich zu seinem Alter, der Pubertät, also durchhalten! 💪️ Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
Schreibe eine Antwort...