Sandra
26.1.2026 um 07:34Uhr

Entspannte Autofahrt

Hallo, ich habe einmal eine Frage zu Autofahrten. Sobald wir zum Auto gehen, ist mein Havaneserrüde (2 Jahre) da. Er will überall dabei sein und steigt gerne ein. Aber sobald wir losfahren, legt er sich nicht hin, sondern guckt links, rechts, hinten aus dem Fenster und hüpft von einer Seite zur anderen (er ist natürlich am Geschirr angeschnallt). Wenn wir dann erstmal fahren, entspannt er sich und schläft, insbesondere auf der Autobahn. Aber sobald wir langsamer werden, blinken, abbiegen, wird er wieder ganz aufgeregt. Er springt jetzt völlig hektisch von einer Seite zur anderen. Er quiekt und jammert. Wenn wir dann anhalten, dann ist er völlig drüber. Er bellt schrill in einer Tour und ist nicht zu bremsen. Ein Abbruchwort funktioniert nicht. Erst wenn ich die Tür öffne, hört er auf. Öffne ich sie nicht und bleibe im Auto sitzen, dann bellt er sicher noch eine halbe Stunde weiter. Also haben wir es mit einer Box probiert. Aber es wurde nicht besser. Auch ein Handtuch über der Box macht keinen Unterschied. Meine Frage ist, wie ich das Autofahren trainiere. Kurze Fahrten ohne Anhalten? Oder kurze Fahrten und erst aussteigen, wenn er aufhört? Oder einfach nur ein- und aussteigen ohne zu fahren? Ignoriere ich das Gejammer oder „maßregle“ ich ihn? Ich wäre dankbar für einen Tipp.

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Team
27.1.2026 um 16:35Uhr

Hallo Sandra, dein Gedanke, erst auszusteigen, wenn sich dein Hund beruhigt hat, ist ganz richtig. Das Ganze kann allerdings zu einem längeren "Geduldsspiel" werden, denn dieses Verhalten, das sich wahrscheinlich über eine Weile eingeschlichen hat, kann man leider nicht von heute auf morgen abstellen. Ihr solltet die abgedunkelte Box weiterhin benutzen. Erst loszufahren, wenn euer Hund ruhig ist, ist auch ein guter Plan, auch wenn es schwierig ist, dies in den Alltag zu integrieren. Denn jedesmal, wenn euer Hund wieder ein Erfolgserlebnis hat, in dem er nach seiner Aufregung raus aus dem Auto und spazieren gehen darf, fangt ihr wieder bei Null an. Fahrt mit ihm auch ruhig mal eine kurze Strecke, haltet an und fahrt dann wieder nach Hause, so dass euer Hund nicht immer die Erfahrung macht: Auto fahren bedeutet Spaziergang. Sollte sich euer Hund ruhig Verhalten, könnt ihr ihn in ruhiger Weise loben. Manche Hundehalter haben sich sogar einen "Futterautomat" im Auto gebastelt, so dass das ruhige Verhalten im richtigen Moment mit einem Leckerlie belohnt wurde. Auch kann es sein, dass die Regeln zu Hause etwas vernachlässigt wurden. Hier könnt ihr vielleicht noch einmal das Training aus dem Kurs "Bindung und Beziehung" (häusliches Management) auffrischen. Euer Hund ist noch jung, mit Geduld und konsequentem Training könnt ihr sein Verhalten sicherlich noch zum Positiven verändern. Im Notfall wendet euch evtl. an einen kompetenten Hundetrainer, der mit euch einen individuellen Trainingsplan erstellen kann. Liebe Grüße Euer Team der Doguniversity

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