Hallo zusammen, wir haben einen 2jährigen Border Collie (Rüde, kastriert), der seit einem knappen Jahr bei uns ist. Er hat bei uns schon viel gelernt und ist allgemein ziemlich verträglich und wir haben einen guten Alltag zusammen erreicht. Er hat allerdings auch ein paar Themen vor allem draußen: Aufregung, Reizoffenheit, Schwierigkeiten beim Hundekontakt, Ressourcen verteidigen. Entsprechend haben wir verschiedene Kurse gemacht wie zB entspannter Hund und hatten auch ein paar Stunden bei einer lokalen Trainerin mit gemischtem Erfolg. Nun eine konkrete Frage: wenn wir eine Art von Ruheübung machen, zum Beispiel im Sitz hinter ihm in der Hocke, Deckentraining, auf dem Bettchen bleiben, auf der Leine stehen, macht er sehr schnell augenscheinlich mit, braucht aber lange um einigermaßen runterzukommen. Interessanterweise dreht der Hund nach dem Ende der Übung absolut immer super krass auf, so dass er danach aufgedrehter ist als vorher, alle Stöcke werden selbst herumgeworfen, Bellen, Wie angestochen durch die Gegend fetzen. Wir sind ein bisschen ratlos was wir anders machen sollen... Öfter und kürzer? Noch viel länger? Oder was anderes? Wir wären für Tipps dankbar!
Hallo Toni, deine Frage ist aus der Ferne in der Tat nicht ganz einfach zu beantworten. Die Ruheübungen sollten erst einmal da durchgeführt und geübt werden, wo sie am besten funktionieren, hier also eher im Haus. Euer Hund scheint durch das wilde Herumrennen seinen Stress, den er anscheinend in den Ruheübungen hat, zu kompensieren, was ihn leider wieder in die Aufregung bringt. Hier hilft nur das Testen, welche Methode am besten klappt. Die Ruheübung mit Leine funktioniert oft am Besten, da man sie schnell wiederholen kann. Lasst euren Hund seinen Stress danach einmal ganz kurz in einem Spiel, das auch immer denselben Ablauf haben sollte (Ballspiel oder Zieh & Zerrspiel) abbauen, dann nehmt ihn wieder an die Leine und setzt euren Weg fort. Die Reize in den Ruheübungen sollten keinesfalls so stark sein, so dass euer Hund es gar nicht aushalten kann, wenn z. Bsp. ein anderer Hund zu nah an euch vorbeigeht. Das Deckentraining könnt ihr gerne über einen längeren Zeitraum üben bis sich euer Hund tatsächlich dort entspannt hat und im Besten Fall sogar eingeschlafen ist (dann bitte auch nicht auflösen 😉). Die Ruheübung draußen solltet ihr anfangs nur kurz, eher als Management durchführen. Um ganz ehrlich zu sein, man müsste euch und euren Hund eigentlich vor Ort genau betrachten, um dann einen individuellen Trainingsplan für euch erstellen zu können. Probiert diese Tipps abergerne einmal aus. Im Hundetraining muss man manchmal recht kreativ werden, aber mit Geduld und Konsequenz werdet ihr sicherlich bald die ersten Erfolge sehen. Liebe Grüße Euer Team der Doguniversity
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