Hallo an die Doguniversity Gemeinschaft. Mein Löwchen "Stella" ist jetzt 20 Monate alt. Sie war und ist eine kleine Herausforderung, denn sie hat ihr eigenes Köpfchen und testet immer wieder ihre Grenzen aus. Ich bin (leider erst) seit zwei Monaten konsequent mit meinen Kommandos und trainiere jetzt auch die Frustrationstoleranz. Sie ist sehr gut sozialisiert, kommuniziert und spielt sehr gut mit den unterschiedlichsten Hunden und Menschen. Allerdings hat sich in den letzten Tagen ein Verhalten entwickelt, das befremdlich ist: Eine Freundin ist zu Besuch. Wenn sie aufsteht oder den Raum verlassen will, springt Stella auf und rennt schnell atmend (ähnlich wie hechelnd) auf sie zu. Bisher bin ich wenn möglich dazwischen getreten und hab deutlich " nein" gesagt. Vor zwei Tagen, als meine Freundin zu Bett gehen wollte, hat Stella sie aber von hinten kläffend angesprungen. Ich war sehr schnell und konnte sie sofort am Geschirr schnappen, hab "nein" gesagt, sie auf ihre Seite gedreht, auf den Boden gedrückt und ca. 10 Sekunden gewartet bis sie sich entspannt hat. Sie hat dabei ein eindeutiges Demutsverhalten gezeigt (Kopf weggedreht, sich die Lefzen geschleckt). Dann ist sie ruhig aufgestanden und auf ihre Decke auf dem Sofa gesprungen. Ein paar Minuten habe ich sie ignoriert, dann unsere "zu-Bett-gehen Routine" durchgeführt, d.h. ihr Fell gekämmt, ihre Zähne geputzt und sie ruhig gelobt. Danach hab ich sie in mein Bett geschickt und die Schlafzimmer geschlossen, damit meine Freundin in Ruhe durch die Wohnung gehen konnte. Stella hat dies gar nicht weiter "kommentiert" und ist gleich eingeschlafen. Danach war Stella "höflich" zu meiner Freundin, hat aber ähnliche Attacken mit anderen, hundeerfahrenen Gästen im Garten gestartet. Warum rennt Stella hinter meinem Gast her? Warum kläfft sie diesen an? War das auf die Seite drehen und auf den Boden halten korrekt von mir? Was sollte ich tun/könnte ich besser machen?
Hallo Susanne, es hört sich tatsächlich so an, als bräuchte dein Löwchen wesentlich mehr Grenzen, Regeln und Führung von dir, aber BITTE, lege Stella nicht auf die Seite, um sie zu maßregeln. Diese Erziehungsmethode ist völlig veraltet und führt auf lange nicht zum Erfolg, sondern verunsichert deinen Hund nur. Besser ist, wenn du Stella bereits ganz zu Anfang des unerwünschten Verhaltens (Freundin von hinten kläffend anspringen) mit deinem Abbruchsignal (Nein) korrigierst. Vielleicht solltest du deine Hündin für eine Weile von deinem Sofa und Bett verbannen bzw. sie nur ab und zu auf die Couch einladen. Sie sollte nicht selbstständig auf die Couch springen dürfen. Das wäre z. Bsp. eine Regel, die du einführen solltest. Liegeplätze sind eine Ressource und diese sollte von dir verwaltet werden. Es ist sehr gut, dass du inzwischen erkannt hast, dass du konsequenter sein muss. 👍️ Für eine Weile kannst du auch mit einer sog. Hausleine arbeiten, die Stella ganztägig zu Hause am Geschirr trägt, so dass du ganz schnell Zugriff auf sie hast, ohne mit ihr "diskutieren" zu müssen, wenn sie deinen Besuch mal wieder kontrollieren bzw. maßregeln möchte. Ich empfehle dir, den Kurs "Bindung und Beziehung" sowie die 3 Webinare von Dana "Gemeinsam ins neue Jahr 2026" noch einmal in Ruhe durchzuarbeiten, sie werden ganz sicher hilfreich für euch sein und ihr werdet schon bald die ersten Erfolge sehen. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
Danke, Beate. Tja, das hatte ich mir schon gedacht: Grenzen setzen, nicht unaufgefordert aufs Sofa, vom Bett (und Bad) verbannen. Mir fällt das schwer bei so einer süßen Schnauze mit Knopfaugen. Ich wünschte, ich hätte eine VR Brille, die mir Stella als sabbernen Boxer vorgaukelt. Dann wär's leichter.
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