Wir haben eine 1 Jährige Golden Retriever Hündin und sind aktuell echt verzweifelt was das Thema Orientierung an uns angeht. Wir haben lange Zeit versucht sie daran zu gewöhnen, dass am Halsband Training bedeutet und sie Beifuß laufen und soll und am Geschirr, dass sie dann schnüffeln darf und auch die Leine MAL auf Spannung sein darf. Sie zieht uns dann aber nur durch die Gegend und die Leine ist dauerhaft auf Spannung. So sollte das natürlich nicht sein. Wenn wir versuchen, wie in den Videos auch oft gezeigt, ihr körpersprachlich die Grenze aufzuzeigen und auf sie zu zugehen, interessiert es sie null. Egal ob wir es ruhig machen, oder etwas forscher und noch zwei, drei Schritte mehr auf sie zugehen, sie dreht sich einfach weg, wälzt sich auf dem Boden, frisst Gras oder sonst was. Sie ist davon einfach nicht beeindruckt oder nimmt uns in dem Moment nicht ernst. Generell beim Spaziergang interessiert sie sich nicht für uns und guckt uns nicht an. Alle Reize draußen sind viel interessanter. Wir haben Übungen zur Frustration und Impulskontrolle gemacht die auch alle gut funktionieren. Aber die Spaziergänge sind ein echtes Problem. Wir haben auch anhand der Videos die Beziehungsstruktur überprüft und empfinden diese als sehr ausgeglichen und harmonisch. Wir wissen uns da einfach gerade nicht zu helfen und vorallem nicht wo an welcher Stelle wir nun ansetzen sollen.
Hallo Lena, ich würde euch in jedem Fall empfehlen, die Leinenführigkeit anhand unseres Kurses noch einmal sauber und kleinschrittig aufzubauen. Das ist zwar anstrengend und manchmal mühsam, aber der Aufwand lohnt sich, du wirst sehen! Denn es ist ja sehr wichtig, dass ein so großer und starker Hund an lockerer Leine laufen kann. Beginnt die Trainingseinheiten in einer reizarmen Umgebung (eine ruhige Sackgasse oder ein leerer Parkplatz) bis es dort wirklich sehr gut klappt. Danach baut ihr langsam Ablenkungen ein, wie z. Bsp. mit einem Stück Dörrfleisch o.ä. am Straßenrand, das ihr vorher dorthin gelegt habt. Jetzt übt ihr, ruhig und an lockerer Leine daran vorbeizugehen. Ihr trainiert also mit Stellvertretern. Außerdem schlage ich vor, dass eure Hündin ab jetzt in den ersten und letzten 5 Minuten der Spaziergänge nicht mehr schnüffeln und markieren darf. Nehmt sie dann an der Leine ruhig ganz kurz. Ab wann das Schnüffeln erlaubt ist, das bestimmt ab jetzt ihr, so dass eure Hündin auch draußen versteht, dass ihr die Führung übernehmt. Wichtig dabei und beim Training ist, dass ihr nicht emotional, also nicht böse werdet, auch wenn es schwerfällt. Bleibt sachlich, auch wenn es schwer fällt. Wenn eure Hündin etwas falsch macht, korrigiert ihr sie. Wenn eure Hündin etwas richtig macht, lobt ihr sie, z. Bsp. wenn sie anfangs vielleicht auch nur ein paar Meter an lockerer Leine läuft oder euch auch nur ganz kurz anschaut. Natürlich ist auch eine artgerechte Beschäftigung sehr wichtig, z. Bsp. Apportieren oder Nasenarbeit wie Futtersuchspiele. Also nicht aufgeben, ihr werdet bestimmt bald die ersten Erfolge sehen und wie gesagt, es lohnt sich! 💪️ Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
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