Ich arbeite bei dem Training aktuell mit einem Zungenschnalzen als Marker. Dieses Signal ist bei uns als stationärer Marker (Reward-in-Position) etabliert: Der Hund weiß, dass er alles richtig macht, aber in der Position bleiben soll, bis ich ihn freigebe oder ein neues Kommando kommt. Nun möchte ich ein zweites Signal als Freigabe-Marker (Terminal-Marker) konditionieren. Dieses soll bedeuten: „Korrekt, die Übung ist beendet, löse dich auf und komm mit Schwung zu mir, um dir die Belohnung abzuholen.“ Bis jetzt habe ich einfach das Freigabesignal dafür benutzt, aber ich möchte es jetzt noch deutlicher differenzieren, und hoffe mit dem zweiten markersignal (terminal - marker), mehr Schwung und Erregung in das Training zu bekommen, da mein Hund oft eher zu ruhig ist. Ich möchte das Training so sauber wie möglich gestalten, um keine Verwirrung zu stiften. Habt ihr Tipps für den besten Aufbau, damit der Hund den Unterschied zwischen „bleib in der Position“ und „komm zu mir“ von Anfang an präzise versteht? Wie habt ihr den Kontrast zwischen diesen beiden Signalen trainiert? Vielen Dank für eure Hilfe!
Hallo Enno, mein Tipp: keep it simple :-). Das ist für deinen Hund immer am Besten zu verstehen und umzusetzen. Deiner Beschreibung nach wäre dein „Terminal-Marker“ das Kommamdo, um freudig zu dir zu kommen. Warum dein Hund eher gemütlich zu dir kommt, kann ich aus der Ferne und vom Rechner aus leider nicht beurteilen. Das freudige Kommen solltest du dann evtl. noch einmal separat trainieren und zwar mit einer ganz besonderen Leckerei (siehe Kurs „Das Rückruftraining“). Für das Kommando „Bleib“ kannst du z. Bsp. deinen ausgestreckten Arm mit gespreizter Hand nutzen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist das Schnalzen dein Zeichen für „richtig gemacht“, an Stelle des Clickers. Hier ein Beispiel für den Ablauf: Hund macht auf Kommando Sitz Du schnalzt als Lob Du spreizt deine Hand mit ausgestrecktem Arm und entfernst dich Hund bleibt, im Sitz Entweder du gibst deinen Hund mit deinem Auflösesignal frei und er kann machen was er möchte oder du rufst deinen Hund mit deinem Rückrufsignal, er kommt freudig zu dir und bekommt sein Superleckerli! So wäre der Ablauf für die Übung, die du beschrieben hattest, wenn ich dich richtig verstanden habe. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und viel Erfolg beim Training! Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
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