Hallo, vor zweieinhalb Wochen ist mein 17,5 Wochen alter Chodsky Pes zu uns gezogen. Bei der Züchterin lebte er mit seiner Mama, einer Wurfschwester die beim Züchter bleibt und einer 15 Jahre alten Jack Russell Hündin. Ab der 14 Woche ging die Züchterin mit ihnen spazieren und zweimal gab es Kontakt zu einem anderen Hund. Schon da war Archie eher ängstlich und hat wohl viel gebellt. Wenn die anderen dann zum Hund sind ist er hinterher und hat dann auch mitgespielt. Die Gegend dort war sehr sehr ländlich, so dass ihm bei uns die Spaziergänge mit vielen Hundebegegnungen stressen. Er bellt in einer Tour springt abwechselnd nach vorne und wenn wir stehen bleiben weil wir angesprochen werden versteckt er sich und bellt weiter. Leider finde ich hierüber in keinem Videokurs etwas. Ich fände es falsch ihn zu bestrafen wenn er eh schon unsicher ist. Leider habe ich auch niemanden mit souveränen Hund das ich sage vielleicht übt man es so? Mir wurde gesagt der braucht mehr Hundekontakt. Also bin ich mit ihm in den Wald wo viele Hunde sind. Danach waren wir beide nervlich am Ende. Archie hat 30 Minuten nur gebellt egal ob an oder abgeleint. Ich gehe zur Zeit dann wenn wenig los ist, kurze Bekannte Strecken um ihm mehr Sicherheit zu geben. Belohnen Wenn uns auf Entfernung jemand entgegen kommt und sobald er bellt Wechsel ich die Straßenseite und gehe in der Entgegen gesetzten Richtung weiter. Ich bin verunsichert wie ich richtig mit der Situation umgehen, schließlich möchte ich mir keinen Kleffer oder Leinenagressiven Hund ranziehen. Archie ist mein Dritter Welpe davor hatte ich einen Hovi Mix und einen reinrassigen Hovawart, aber das Problem hatte ich bei beiden nicht. Puh langer Text, erstmal Danke fürs lesen und wenn mir jetzt noch jemand Tipps geben kann wäre das super.
Hallo Simone, wie du bereits schon angedeutet hast, wurde dein Archie von Seiten des Züchters anscheinend nicht gut sozialisiert, was natürlich sehr schade ist. Die Zeit lässt sich ja nicht mehr zurückdrehen. Da Archie aber doch noch recht jung ist, kann er wahrscheinlich und hoffentlich auch noch viele positive Erfahrungen generalisieren. Gehe bitte, wenn möglich sofort einen "Meidebogen" (also auf die andere Straßenseite oder einen Bogen um einen anderen Hund herum) und warte nicht, bis Archie anfängt zu bellen, denn dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Wenn Archie dann ruhig bleibt, kannst du ihn loben. Bringe dich körperlich immer zwischen deinen und den fremden Hund, so dass du als "Puffer" dienst. So wie es sich anhört, machst du ja schon viele Dinge richtig, denn gerade unsichere/ängstliche Hunde benötigen eine klare Führung und Planungssicherheit, deshalb ist es gut, wenn ihr in der nächsten Zeit weiterhin die gleichen Wege geht. Es ist zu vermuten, dass Archie sich in der Natur (im Wald oder in Feldern) wesentlich wohler fühlen wird als in bewohnten Gegenden. Wir empfehlen dir, wenn möglich eine gute Hundeschule mit kleinen Welpengruppen zu besuchen, damit Archie die Bekanntschaften anderer Hunde dosiert angehen kann, so dass ihr beide euch nicht überfordert. In jedem Fall wäre eine Unterstützung vor Ort durch einen kompetenten Hundetrainer sehr hilfreich, damit dieser sich das Verhalten von Archie in den jeweiligen Situationen anschauen, die Gründe und Auslöser für sein Verhalten herausfinden und dann einen individuellen Trainingsplan mit euch erstellen kann. Dir aus der Ferne detaillierte Ratschläge zu geben, wäre unserer Meinung nach tatsächlich nicht seriös. Den Kurs "Bindung und Beziehung" würden wir dir für den Anfang ganz sicher empfehlen, denn wie bereits gesagt benötigen gerade unsichere Hunde eine klare Führung. Liebe Simone, auch zu viel Mitleid ist ein schlechter Ratgeber, denn ein guter Anführer ist selbstbewusst und weiß, was er tut. Das solltest du auch deinem Archie vermitteln. Unsichere Hunde brauchen manchmal lange, bis sie ihre Unsicherheit ablegen, aber irgendwann platzt der Knoten hoffentlich dann. Natürlich hat jeder Hund sein eigenes Lerntempo und seinen eigenen Charakter. Hier ist also auch Geduld gefragt, aber Archie ist ja erst knapp 3 Wochen bei dir eingezogen. Also nicht aufgeben, mit der richtigen Unterstützung kannst du das Verhalten deines Welpen sicherlich bald in die richtigen Bahnen lenken. Liebe Grüße Dein Team der Doguniversity
Danke
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