Lina
15.3.2026 um 08:46Uhr

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Ängstlichs und territoriales Verhalten bei Besuch

Hallo, wir haben eine 1-jährige Dackelhündin, die insgesamt recht unsicher und in vielen Situationen ängstlich ist (bspw. Begegnung fremde Menschen, viel Treiben auf der Straße, Laute Geräusche). Dazu kommt unseres Erachtens eine territoriale Motivation. Daher ist Besuch bei uns aktuell sehr schwierig, sie geht auf den Besuch zu und bellt ihn an, wenn er sich bewegt bellt sie und huscht vorbei. Wenn wir sie auf die Decke schicken, bellt sie meistens noch ein paar Minuten weiter. Wenn der Besuch sich dann bewegt, bellt sie wieder. Auch wenn der Besuch länger und über Nacht da ist und gemeinsame Spaziergänge unternommen wurden, die gut geklappt haben (sie läuft dann problemlos auch mal neben dem Besuch her) zeigt sie fortwährend dieses Verhalten. Auch wenn sie sich zwischenzeitlich beruhigt hatte und vorsichtig schnuppern kam. Manchmal erscheint es auch, als hätte sie den Besuch nach dem Schlafen kurz vergessen und wenn sie ihn wieder sieht, bellt sie wieder, obwohl sie vorher OK damit war. Was können wir tun, um für sie die Besuchsituation zu entspannen? Was können wir tun, damit sie sich daran gewöhnt und nicht mehr dieses Verhalten zeigt? Ich freu mich über Rückmeldung und Tipps.

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Team
16.3.2026 um 12:40Uhr

Hallo Lina, ihr schätzt eure Hündin ja schon sehr gut ein. Das Verhalten könnte auf eine schlechte Sozialisierung beim Züchter hindeuten, dass eure Hündin als ganz junger Welpe also nicht viel von der Außenwelt kennengelernt hat. Auch wenn es schwerfällt, euer Besuch sollte eure Hündin komplett ignorieren, d. h. nicht anfassen, nicht ansprechen und auch nicht anschauen. Ihr sagt eurer Hündin, wo sie sich ablegen soll (eine Box oder ein ruhiger Platz ist ratsam). Der Besuch kann sich gerne mal auf den Boden setzen, mit einem Leckerli in der Hand. Wenn eure Hündin dann zum Besucher kommt, ist das schon großes Kino. Es ist tatsächlich möglich, dass sie nach dem Schlafen den Beduch wieder vergessen hat. Das Verhalten kann sich aber mit der Zeit legen, eure Hündin ist ja noch sehr jung. Allerdings, Dackel bellen einfach gern, dafür wurden sie u. a. gezüchtet. Gerade unsichere/ängstliche Hunde benötigen eine klare Führung und Planungssicherheit, d. h. geht in der ersten Zeit immer die gleichen Wege zum Gassigehen. Zu viel Mitleid ist hier ein schlechter Ratgeber, denn ein guter Anführer ist selbstbewusst und weiß, was er tut. Das solltet ihr auch eurem Hund vermitteln. Unsichere Hunde brauchen manchmal lange bis sie ihre Unsicherheit ablegen, aber irgendwann platzt der Knoten hoffentlich dann. Natürlich hat jeder Hund sein eigenes Lerntempo und seinen eigenen Charakter. Hier ist also auch Geduld gefragt. Ich würde euch deshalb auch noch einmal den Kurs "Bindung und Beziehung" empfehlen, gerade das Thema "häusliches Management" wird hilfreich für euch sein. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity

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