Unser zehn Monate alter Labradoodle-Rüde bringt uns als Hundeanfängerfamilie fast zurVerzweiflung und wir sind kurz davor, ihn in erfahrene Hände abzugeben. in der Welpenschule war er schon recht lebhaft, bei den Junghunden sind wir eigentlich ausschließlich damit beschäftigt, ihn davon abzuhalten, auf andere Hunde, Papillonen oder Dekofiguren zu springen. Am Ende hat er dann nicht viel gelernt. Wir sind total frustriert. Jetzt haben wir beschlossen, dass die allgemeine Junghundeschule für uns eigentlich nicht der richtige Weg ist. Draußen an der Schleppleine bekommt er häufiger mal seine „verrückten 5 Minuten“, nachdem sich vor 3 Monaten dabei die Leine um meine Kniee gewickelt hat , war das Kreuzband gerissen, davon einigermaßen genesen, habe ich jetzt in der gleichen Situation die Leine fallengelassen, er hat dann Anlauf genommen , mich im vollen Speed gerempelt, jetzt ist das andere Knie kaputt. Also nicht aufgeben: ihr sagt auch immer, was drinnen nicht funktioniert, muss man draußen in der Erziehung nicht anfangen. Also arbeite ich auch in Begleitung mit dem sechs Wochen Webinar von Dana ( super!)zum Jahresbeginn an der Erziehung im Haus. Wir machen viel, dass die Impulskontrolle und Frustrationstoleranz besser wird, das funktioniert auch im Haus ganz gut, beim Deckentraining zeigt sich wieder, wie auch in anderen Situation draußen, dass wir unseren Wildfang nur schwer korrigieren können. Das sieht dann so aus: Ich schick ihn auf die Decke. Er bleibt nicht da, ich mache die 1,20m Hausleine dran, führe ihn mit der Hausleine auf die Decke. spätestens nach dem dritten Mal wird er sehr ungehalten, fängt an in die Leine zu beißen an mir hoch zu springen, in die in Hände zu knapsen, worauf ich ihn korrigiere. Die Korrektur ist glaube ich schon recht hart, d.h. ich greife ihm ins Halsband und halte ihn unten, oder ich kneife ihn auch kurz ins Fell. Körper sprachlich versuche ich, mich vor ihm aufzubauen, haue auf meinen Oberschenkel, nehme den Druck dann wieder raus, indem ich den Blick rausnehme ; also ich versuche, alles anzuwenden, so wie ich es aus eurem Webinaren verstanden habe und trotzdem: er zeigt dann kurz ein „Demuts Verhalten“ ,er legt sich auf den Rücken, ich kann ihn streicheln und beruhigen, aber sobald ich den Deckenbereich verlasse, geht er , obwohl ich das Kommando Decke noch nicht aufgelöst habe, es kommt schon fast provokant rüber, auch von der Decke. Was Decke bedeutet weiß er sehr genau., um seinen „Punktgewinn“ (Dana) zu verhindern, korrigiere ich ihn wieder und das Ganze beginnt von vorn Die Korrektur kann und will ich nicht stärker machen. Ich weiß nicht wie man dann weiter vorgeht. Leute, die meinen, sie hätten mehr Ahnung als ich von Hunden , sagen mir ich soll Einzelstunden nehmen bei einem guten Trainer, der es wirklich drauf hat. Aber woher soll ich als Anfänger wissen, welcher Trainer gut ist. in meiner völligen Ratlosigkeit würde ich mich über eine Antwort freuen und grüße euch ganz herzlich
Liebe Kirsten, einen Rat geben zur Erziehung kann ich dir nicht. Ich sag dir aber gerne wie ich meinen Hundetrainer gesucht habe. Ziel war jemanden zu finden der Einzelstunden gibt, weil ich von den Gruppenstunde nicht viel halte. Ich hab mir dann angeschaut was für Methoden angewandt werden die zu meinen Vorstellungen passen (also über Bindung und Beziehung) und man sieht ja auch viel über Social Media und den Umgang mit den "Schülern". In meiner Nähe gibt es glücklicherweise eine mobile Hundeschule, d.h. der Trainer kommt zu mir und wir beginnen mit dem häuslichen Management, dann gehts nach draussen usw. Später kann man sich auch gemeinsamen Spaziergängen mit anderen anschließen wenn man weit genug fortgeschritten ist. Die Kurse hier finde ich eine megagute Ergänzung, weil man einfach immer wieder nachschauen kann. Vielleicht schaust du einfach mal welche Trainer es bei euch in der Nähe gibt und schaust dir das an. Meiner bietet auch eine Schnupperstunde an, es muss ja auch die menschliche Chemie stimmen. Du kannst auch hier:https://www.canis-kynos.de/Canis-Absolventen.html nach Hundetrainer suchen. Die Seite empfiehlt Maren Grote in Ihrer Schnipsel App☺️ Ich wünsche Euch das Beste und gebt nicht auf, ihr schafft das😊
Hallo Kirsten, dem Ratschlag von Sandra schließen wir uns gerne an, denn es hört sich tatsächlich so an, dass eine Unterstützung vor Ort in Form von ein paar Einzelstunden mit einem kompetenten Hundetrainer sehr hilfreich für euch wären. Wir können aus der Ferne leider nicht sagen, wo sich im Training evtl. Fehler einschleichen. Z. Bsp. solltest du deinen „wilden Kerl“ nicht gleich streicheln, wenn er sich nach einer Korrektur auf den Rücken legt. Lass ihn lieber erst mal etwas zur Ruhe kommen. Du kannst ihn auf seiner Decke auch ruhig einmal anleinen, um lange Diskussionen zu vermeiden. Es ist übrigens gut, dass du die Gruppenstunden verlassen hast. Das Geld dafür kannst du tatsächlich lieber in ein paar Einzelstunden investieren. Aber bitte nicht aufgeben, dein Hund bleibt nicht immer so ein Rowdy und mit der richtigen Unterstützung kannst du das Verhalten von ihm sicherlich bald in die richtigen Bahnen lenken. Ganz liebe Grüße Dein Team der Doguniversity
Schreibe eine Antwort...